Allgemeines über die Hörre

In der Bellersdorfer Tränk

 

Die Hörre liegt im Lahn-Dill-Kreis und ist stark bewaldet. Die höchste Erhebung, "Alte Burg" ist 445 m hoch.

 

Die Hörre wird eingegrenzt im Süd-Osten von der Lemp, von Ehringshausen aus Richtung Bermol. im Nordwesten von der Dill bei Herborn und im Nordosten von der Aar bei Bischoffen und grenzt dort an den Aartalsee.

 

Der beschauliche Ort Bellersdorf liegt als einziger Ort auf einer Hochebene in der Hörre. Hier lohnt es sich, das alte Backhaus in der Ortsmitte, in dem auch heute noch gebacken wird, anzuschauen,  ebenso wie die alte Schule und die Dorflinde.

 

Zur Rast laden zwei Gaststätten mit vielfältigem kulinarischem Angebot ein.

 

Bellersdorf ist der ideale Ausgangspunkt für viele Wanderungen.

 

Alle anderen Orte liegen jeweils am Rande, wie z.B. Ehringshausen, Herborn, Bicken, Bischoffen, Altenkirchen, Bermoll, Oberlemp und Dreisbach.

 

Woher der Name Hörre kommt, kann man nicht genau sagen. Da man aber mittlerweile davon ausgehen kann, das schon in der Frühzeit ein Handelsweg durch die Hörre verlaufen ist, war diese wohl schon sehr früh bekannt. Aus dem germanischen Wortschatz kann man Hörre z.B. ableiten von hurdi bzw. hurdiz

 

hurdi-***, hurdiz***, germ., st. F. (i): nhd. Geflecht, Flechtwerk, Hürde; ne. hurdle (N.); RB.: got., an., ae., as., ahd.; E.: s. idg. *kert-, *kerət-, *krāt-, V., drehen, flechten, Pokorny 584; vgl. idg. *ker- (7), V., springen, drehen, Pokorny 574; W.: got. haúr-d-s 5, st. F. (i), Tür, geflochtene Tür (, Lehmann H49); W.: an. hur-ð, st. F. (i), Hürde, Türflügel; W.: ae. hyr-d, st. F. (i), Tür; W.: as. hur-th* 3, st. F. (i), Hürde, Geflecht, Flechtwerk, Gitter; mnd. hōrt, hurt, hörde, F., Hürde, Geflecht, Reisiggeflecht; W.: ahd. hurt 33, hurd, st. F. (i), Hürde, Rost (M.) (1), Gitter, Geflecht, Flechtwerk; mhd. hurt (1), st. F., Hürde, Flechtwerk von Reisern; nhd. Hürde, F., Hürde, Flechtwerk von Reisig oder Stäben, DW 10, 1956; L.: Falk/Torp 77, Kluge s. u. Hürde (Quelle: http://www.koeblergerhard.de/germ/germ_h.html).

 

Dies könnte auch bedeuten, dass die Landhege aus einer frühzeitlichen (Grenz-)Befestigung hervorgegangen ist. Wen, was und warum diese schützen sollte, kann man nur vermuten, aber da dieses Gebiet von Germanen und Kelten besiedelt war, könnte hier ein Lösungsansatz stecken.

 

Oder man kann aus dem Germanischen den Namen Hörre auchin Bezug auf die Schanzen ableiten. Das germanische Wort "hoka (höka)" bedeutet Ecke oder Winkel und es wäre ja durchaus möglich, dass die Germanen dieses Gebiet anhand der Schanzen so benannten.