Ein Golddorf inmitten der Hörre

 

Als einziges Dorf der Hörre, liegt Bellersdorf nicht am Rande, sondern auf dem Höhenzug der Hörre. Rund um das Dorf ist der Wald der Hörre, mit vielen Wanderwegen. Momentan hat das Dorf ca. 360 Einwohner. Neben der "Alten Schule" und dem "Backhaus" in der Ortsmitte, sind das Dorfgemeinschaftshaus mit Freizeitplatz und die "Evangelische Kirche", die 2015 ihr 50-jähriges Jubiläum feierte, die bekannesten Gebäude. Ein weiteres Highlight ist die "Dorflinde", deren genaues Alter nicht bekannt ist, aber auf ca. 500 Jahre geschätzt wird. Rund um das Dorf sind einige interessante Sehenswürdigkeiten, wie die "Alten Schanzen", deren Alter, ehemaliger Nutzen und Herkunft (Kelten?) unbekannt sind. Direkt angrenzend verläuft die Landhege, ehemalige alte Landesgrenze (Hessen-Nassau/ Preussen) mit einer im Jahr 2012 neu gestalteten Schauanlage, sowie das ehemalige Munitionslager der amerkanischen Streitkräfte, die hier Atomsprengköfe gelagert hat. Etwas weiter weg ist ein ca. 4.500 Jahre altes Gräberfeld der Schnurkeramiker und ein mittelalterlicher Eisenschmelzplatz direkt am Rennweg. Am sog. NATO-Parkplatz, der an der K59 zwischen Bellersdorf und Bicken liegt, gibt es die Möglichkeit, bei einer Wanderung auf ausgewählten Wanderwegen die o.g. Sehenswürdigkeiten zu erwandern.

 

Die gesamte Gemarkung des Dorfes ist 127 ha groß (klein).

 

Einige Zahlen und Fakten:

 

Bellersdorf

  • Ortsteil · 343 m über NN
    Gemeinde Mittenaar, Lahn-Dill-Kreis
  • Ortstyp:
  • Dorf

  • Lagebezug:

    12,5 km südöstlich von Dillenburg

  • Koordinaten:

    Gauß-Krüger: 3459471, 5614975
    UTM: 32 U 459413 5613169
    WGS84: 50.66894854° N, 8.425658424° O OpenLayers

  • Statistik
  • Ortskennziffer:

    532017020

  • Flächennutzungsstatistik:

    • 1834 (Morgen): 493, davon 54 Wald
    • 1885 (Hektar): 119, davon 69 Ackerland, 14 Wiesen, 18 Holzungen
  • Verfassung
  • Verwaltungsbezirk:

    • 1806: Herzogtum Nassau, Amt Hohensolms
    • 1816: Königreich Preußen, Rheinprovinz, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Braunfels
    • 1822: Königreich Preußen, Rheinprovinz, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Wetzlar
    • 1932: Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Wetzlar
    • 1972: Dillkreis
    • 1977: Lahn-Dill-Kreis
  • Altkreis:

    Wetzlar

  • Herrschaft:

    Im Zuge des solmsischen Teilungsvertrages des Jahres 1432 kommt Bellersdorf an Graf Johann von Solms (Solmser Urkunden 1 Nr. 996).

  • Kirche und Religion
  • Pfarrzugehörigkeit:

    1618: Pfarrei Altenkirchen

  • Kirchliche Mittelbehörden:

    Archipresbyterat Wetzlar, Archidiakonat St. Lubentius in Dietkirchen

  • Nachweise
  • Literatur:

Einwohnerstatistik:

  • 1939: 188 Einwohner
  • 1961: 277 Einwohner
  • 1970: 302 Einwohner
  • 1834: 136 evangelische Einwohner

Diagramme:

 

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen:

1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

 

  • Zitierweise
  • „Bellersdorf, Lahn-Dill-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <http://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/8352> (Stand: 15.5.2014)

 

Ein Spätsommermorgen rund um Bellersdorf