Alte Schule

Die Alte Schule in Bellersdorf hat eine sehr lebendige Geschichte hinter sich. Nach langem Ringen konnte diese mit viel Unterstützung von Mai 1862 - Anfang 1865 gebaut werden.

 

Am 1. Februar 1865 wurde diese dann endlich ihrer Bestimmung übergeben.

 

Die Baukosten von 1.500 Talern konnten nur durch eine Stiftung des preußischen Königs mit einer Spende von 1.200 Talern gestemmt werden. Die restlichen 300 Taler übernahm die Gemeinde.

 

Die Schule wurde auf dem Bauplatz Flur II Nr. 171 gebaut, der von Claudius Simon gekauft wurde, da dieser Platz mitten im Dorf liegt und es dort bereits schon einen brauchbaren gewölbten Keler gab, auf dem das Gebäude errichtet wurde.

 

Bis ins Jahr 1958 tat diese Schule ihren Dienst, bis ein weiterer Neubau die Alte Schule ablöste. Aber dazu später mehr in einem extra Kapitel.

Den jüngeren Lesern sei erklärt, dass das gelbe Häuschen davor eine sog. Telefonzelle ist, die es in fast allen Orten gab. Die alte Schule in den 80er-Jahren, Vorderseite.
Die alte Schule in den 80er-Jahren, vom Herrenhof aus fotografiert

Arbeitseinsatz an der Alten Schule

Schulerinnerungen aus den 1940er-Jahren

In der alten Schule in Bellersdorf fand der Unterricht der schulpflichtigen Kinder statt. Da der 2. Weltkrieg in vollem Umfang tobte, wurden viele Lehrer zum Frontdienst eingezogen. Auch der Bellersdorfer Lehrer musste seinem Soldatendienst nachkommen. Für ihn wurde der Lehrer Herr Hepp aus Fleisbach als Ersatz herangezogen, der dann mit dem Fahrrad nach Bellersdorf kam, um dort die Kinder zu unterrichten. Wie damals üblich, wurden die Schulkinder aller Jahrgangsstufen in einem Klassenraum unterrichtet. Der Lehrer musste somit den Stoff von der ersten bis zur achten Klasse gleichzeitig vortragen. Die älteren Schüler unterstützten dabei häufig die Jüngeren. Die Schulklasse befand sich im ersten Stock der alten Schule. Im Erdgeschoss war ein Kindergarten eingerichtet, da die Decke dort schon ein wenig baufällig war. Um die Kleinen kümmerte sich Elisabeth Schupp aus Bellersdorf gemeinsam mit einer Frau  aus Niederlemp.

 

Erinnerungen notiert nach Aussagen von Willi Henrich, Bellersdorf