Geschichtliches

Die Kulturgeschichte in der Hörre ist seit ca. 4.500 Jahren zurückzuverfolgen.

 

Am Rande des Rennweges nahe Bellersdorf wurden einige Hügelgräber gefunden, die durch Ausgrabungen den Schnurkeramikern zugeordnet werden konnten. Diese Gräber werden auf ca. 2.000 - 2.500 vor Christi datiert.

 

Ganz in der Nähe ist ein Eisenschmelzplatz zu besichtigen.

 

Weiterhin kann man am Fuße des Hörrkopfs die Landhege begehen, da diese dort noch sehr gut zu erkennen ist. Die Grenzsteine Nr. 19 - Nr. 24 sind teilweise noch sehr gut erhalten. Der Stein Nr. 21ist ein wenig besonders, da hier auf peussischer Seite zwei Gemarkungen marliert sind. Dieser Stein trennt also nicht nur die Landesgrenze, sondern auch die Gemarkungen von  Dörfern (Bellersdorf, Dreisbach, Offenbach)

 

Weiter nördlich sind dann die "Alten Schanzen". Kultstätten aus der Keltenzeit, Rastplatz nach anstrengender Auffahrt zur Hörre hinauf oder Befestigungsanlage aus dem 7-jährigen Krieg? Die Rätsel darum sind noch nicht gelöst! Wird man es je erfahren?

 

Einen Teil der Lösung hängt sicherlich mit dem Rennweg und der Fuhrmannseite zusammen.

 

Auch aus der Neuzeit sind noch Spuren gut zu erkennen, die der kalte Krieg hinterlassen hat. Auf dem sog. Steinkauter Weg sind noch die "Parkbuchten" für das militärische Gerät zu erkennen. Wenn man der "NATO-Strasse" weiter bergan folgt, kann man am Ende noch die Überreste des ehemaligen Munitionsdepots sehen. Gelagert wurden in großen Bunkern dort früher Atomsprengköpfe, die streng bewacht wurden.

 

Auf dem Rückweg die Strasse  herunter ist dann auf der linken Seite kurz vor dem Parkplatz die Schauanlage mit der Rekonstruktion (in Arbeit) der alten Landhege zu besichtigen. Die AG Landhege rund um den Bellersdorfer Arnold Henrich ist hier unermüdlich dabei, ein Stück dieser historischer Grenzbefestigung wieder aufleben zu lassen.

 

Wie man sieht, gibt es viel zu sehen, aber auch viel Geschichte in der Hörre.

 

Vor allem bietet auch die Natur viel. Man muss seine Sinne nur entsprechend kalibrieren und die Natur genießen.

 

Viel Spaß dabei!