Wanderung 1 - GEOROUTE "Wanderbare Hörre"

Startpunkt "NATO-Parkplatz" bei Bellersdorf an der K59

 

Wegbeschreibung:

 

Die Georoute "Wanderbare Hörre" ist so angelegt, dass man sie entweder als eine Wanderung oder auch in zwei Schleifen unabhängig voneinander begehen kann. Siehe Karten unten.

 

Dauer ca. 5 Stunden, meist gute Waldwege, sehr Abwechslungsreich. Den ersten Teil läuft man recht gleichmäßig auf einer Ebene, später wechselt man ab zwischen befestigten Waldwegen und zum Teil an der Landhege im Bereich des Hörrkopfs auf unbefestigten Wegen. Festes Schuhwerk, am besten richtige Wanderschuhe, sollten selbstverständlich sein. Wir bitten Sie immer daran zu denken, dass wir Rücksicht auf die Natur und Tierwelt nehmen müssen. Auch erhöhen sich so die Chancen, z.B. Wild zu beobachten und zu fotografieren.

 

Bitte beachten Sie auch, dass keine Haftung für irgendwelche Schäden, Unfälle und Verletzungen übernommen wird.

 

Ganz am Ende dieser Seite haben Sie ab sofort die Möglichkeit, diese Wegbeschreibung via Download auszudrucken!

 

Diese interessante Wanderung startet und endet am sog. "NATO-Parkplatz" (P). Von Bicken kommend auf der Kreisstarsse 59 geht es auf der Anhöhe kurz vor Bellersdorf links rein, dort ist dann gleich der Parkplatz. Hier starte die erste (rote) Schleife unserer GEOROUTE. Gegenüber des Parkplatzes geht ein Weg in den Wald hinein, der Steinkautsweg, der einiges zu bieten hat.

 

Nach einigen hundert Metern ist in der Kurve ein alter kleiner Steinbruch (1). In jeder Jahreszeit ist die Natur an diesem Platz ein interessanter Anblick und ein sehr schönes Fotomotiv aus vielerlei Perspektiven. Probieren Sie es aus und machen Sie ein paar Schnappschüsse!

 

Arnold Henrich aus Bellersdorf hat hier einen Baumstamm aufgestellt, der ehemals in einem Wald in Thüringen stand. An diesem Baum kann man erkennen, wie man  sich in der Zeit der Mangelwirtschaft und durch fehlende Devisen in der ehemaligen DDR behelfen musste. Eine Schautafel erklärt sehr gut, wie man aus Baumharz einen Ersatzstoff gewinnen konnte.

 

An gleicher Stelle ist auch eine schöne Sitzgelegenheit für eine erste kleine Pause.

 

Wenn man diesem Weg weiter folgt, kommt man an verschiedenen Tafeln vorbei,

die erklären, was früher dort im Wald alles gemacht wurde, z.B. findet man

Köhlerstellen (2), Schmerofen (4) und 6-spurige Zufahrten, Fuhrmannseite (5), zum ehemaligen Rennweg.

 

Nach einer halben Stunde und einem schönen Ausblick hinunter in das Aartal

mit Blick auf Bicken (3), kommt man nach einem Anstieg zu den "Alten Schanzen" (6). Diese liegen links und rechts des Weges. Hier ist eine große Schautafel an einer großen Gabionne, die Informationen, Bilder und Skizzen zu den Alten Schanzen, Fuhrmannseite und Landhege gibt.

 

Nun kommt man an die "Nato-Strasse", der wir nach links bergauf folgen.

Kurz vor dem ehemaligen Waffendepot (7), seit September 201 nun ein Solarpark, geht ein Weg rechts ab in den Wald, dieser gabelt sich auch gleich wieder, wir folgen dem rechten Weg und kommen nach ca. 200m zum Grenzstein-Nr. 10 (8). Wir folgen aber dann wieder dem bisherigen Waldweg bergab, bis wir an eine Kreuzung kommen. Hier biegen wir nun in den Waldweg nach rechts ab.

 

Dieser Weg läßt sich sehr gut gehen, er ist breit und läuft fast gleichmäßig auf einer Ebene. Am Ende des Weges gehen wir wieder nach rechts, am Bellersdorfer Wasserhaus vorbei, zurück auf die NATO-Strasse bergab. Schon nach wenigen

Metern geht ein kleiner Weg nach links zur Rekonstruktion der Landhege (9).



Nach einer Ausgrabung im August 2011 wird hier nun diese alte Landesgrenze rekonstruiert. Der Graben wurde ausgehoben, der Grenzwall aufgeworfen. Am 31. März 2012 wurden dann ca. 300 Setzlinge eingepflanzt. Nun müssen diese gut gehegt und gepflegt werden.

 

Nun können Sie direkt von der Schauanlage zurück zur NATO-Strasse gehen und folgen dieser bergab bis zum Parkplatz (P).

 

Hier starten wir nun die zweite (orange) Schleife, in dem wir gegenüber auf der anderen Seite der Kreisstrasse 59 (!) dem Waldweg folgen. Nach ca. 200m ist links neben der Bank wieder ein Info-Schild zur Landhege (11) zu sehen. Wir folgen dem Weg am Schild berghoch, zum Grenzstein Nr. 19 und laufen jetzt an den Grenzsteinen 20 und 21 direkt an der alten Landhege entlang zum Hörrkopf (12) der auf der rechten Seite zu sehen ist. Der Stein 21 ist ein Dreiherrenstein, hier trafen drei Gemarkungngsgrenzen aufeinander und zeitweise auch drei Grafschaften

 

Dem Graben und den in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen stehenden Grenzsteinen folgen wir bis zum Stein-Nr. 24 (13). Hier gehen wir dem Weg rechts folgend  bis wir zu einem weiteren Waldweg kommen. Hier geht es kurz nach rechts, um dann dem Waldweg nach links zu folgen (14). Dieser Weg kommt nach wenigen Minuten auf den Rennweg. An dieser Kreuzung ist gegenüber die Münchseiche (15) zu sehen, die zu Ehren des ehemaligen Försters Münch gepflanzt wurde. 

 

Wir verlassen aber hier wieder gleich den Rennweg und folgen dem Waldweg, siehe Markierung, um Richtung Dreisbach zu gehen. Unterwegs gibt es nach ca. 10 Minuten eine schöne Möglichkeit bei guter Sicht bis in den Taunus hinein zu schauen und natürlich auch zu fotografieren (16). Dem Weg folgend halten wir uns dann links dem Weg folgend bergauf bis wir an eine Kreuzung zum Rennweg kommen. Hier steht eine Hinweistafel zur Auerhahnhütte (17). An der "Auerhahnhütten-Kreuzung" geht es links nach Ballersbach und rechts Richtung Dreisbach. Wir wenden uns vom Rennweg nach halblinks ab und erreichen nach ca. 10 Minuten auf dem mit „B1“ markierten Weg die höchste Erhebung der Hörre, die "Alte Burg" (18). Entstanden ist dieser Basalt-Spitzkegel vor Jahrmillionen durch vulkanische Aktivitäten  

 

Die"Alte Burg" ist die höchste Erhebung in der Hörre, 445m, und war früher sehr wahrscheinlich ein mystischer Ort, wo vielleicht entsprechende Kulthandlungen in der Vorzeit abgehalten wurden oder sich schon in früherer Zeit Hexen getroffen haben sollen. Hier können wir eine gemütliche Rast einlegen, bevor wir die letzte Passage unserer Wanderung abschliessen.

 

Wir folgen dem Weg nun weiter durch die schöne Natur der Hörre und kommen nach ca. 20 Minuten wieder auf den Rennweg, dem wir nach links bergab folgen (19). Wir lassen nach wenigen Metern die Münchseiche links liegen und folgen dem Rennweg weiter bis wir rechts zu den Hügelgräber (20) kommen, die an die bisher älteste nachweisbare Besiedlung der Hörre erinnern. Weiter auf dem Rennweg kommen wir nach kurzer Zeit rechts an eine Schautafel, die auf einen vergangen Eisenschmelzplatz (21) hinweist. Nun folgen wir dem Rennweg weiter, bis dieser wieder auf die Kreisstrasse K59 (!) trifft. Diese überqueren wir vorsichtig mit Blick auf den Verkehr und kommen zum Start- und Zielpunkt auf den Parkplatz (P) zurück.

 

Wir wünschen Ihnen eine erholsame und interessante Wanderung, von der Sie viele schöne und neue Eindrücke mitnehmen können.



Gesamtstrecke GEOROUTE "Wanderbare Hörre" - Schleife 1 (rot) und Schleife 2 (orange)
GEOROUTE "Wanderbare Hörre" Schleife 1 (rot)
GEOROUTE "Wanderbare Hörre" Schleife 2 (orange)
Wegbeschreibung Georoute "Wanderbare Hörre"
Um Ihnen die Orientierung während der Wanderung zu erleichtern, stellen wir Ihnen die beiden Schleifen als Download, jeweils auf einer DIN A4-Seite, zur Verfügung.
Download Text Georoute 'Wanderbare Hörre[...]
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