Mittelalterlicher Eisenschmelzplatz

in der Nähe des bedeutenden Handelsweg von Köln nach Leipzig

Mit Hilfe sog. Rennöfen hat man von ca. 700 v. Chr. in Europa Eisen hergestellt. Auch in der Hörre gab es Rennöfen, um Eisen zu gewinnen. Oft waren diese am Hängen aufgestellt, um die dortigen Aufwinde zu nutzen. Es konnten durch die Nutzung von Holzkohle, im Verhältnis 30:1, Temparaturen bis knapp über 1000° durch den Kamineffekt erreicht werden. Es wurde aber kein Roheisen gewonnen, sondern die sog. Luppe, die erhitzt zu Eisen weiterverarbeitet wurde.

 

Die Holzkohle wurde in Kohlenmeilern im Wald hergestellt. In der Hörre wurden im Laufe der Zeit viele Meilerplätze genutzt. 

 

Der Betrieb anhand von entsprechenden Funden konnte auf die Jahre von ca. 900 n. Chr. - 1300 n. Chr. nachgewiesen werden.

 

Der Offenbacher Heimatforscher Helmut Groos fand in den 80er Jahren des vorherigen Jahrhunderts nach einem Sturm in einer Baumwurzel eine 19 kg schwere Ofenluppe.

 

Heute kann man immer noch Überreste davon finden. Leider wurden wegen der Materialknappheit zu Ende des 1. Weltkriegs noch viele Überreste zur Waffen- und Munitionsherstellung dort abgefahren, ohne auf die Schäden, die man an diesem geschichtsträchtigen Platz hinterläßt, Rücksicht zu nehmen.